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Spanien
wurde häufig für seine nachlässige Haltung zu den Tieren kritisiert,
aber solche Grausamkeit und Vernachlässigungen sind leider nicht
nur auf Spanien begrenzt: weltweit werden Tiere misshandelt - häufig
in den Zirkussen, in den Tiershows und in den privaten Tierhaltungen,
in denen wilde Geschöpfe nur des Geldes wegen gehalten werden. „Arche
Noah“ – so heißt ein ungewöhnlicher Wildpark an der Costa Blanca,
der in den Bergen an der Strasse Guadelest – Benimantell zu finden
ist. Ungewöhnlich ist das kleine Tierreservat deshalb, weil sich
dort der Betreiber Serafin Doménech in sehr selbstloser Weise vor
allem um verletzte, ausgesetzte und kranke Exoten kümmert und mißhandelten
und auf’s Abstellgleis geschobenen Zirkusund Zootieren ein neues
Zuhause gibt. Das kleine Tierparadies bietet Tieren aus verschiedenen
Ländern Pflege und eine neue Heimat an, so finden Sie dort unter
anderem große Raubkatzen (Geparde, Jaguare, sibirische Tiger,
Pumas, schwarze Panther, Luchse und Löwen), Affen, Kamele, Bären
und auch eine Anaconda. Aufsehen erregte die „Arche Noah“ im Februar
2003 durch die Geburt zweier Jaguar-Babys. In Gefangenschaft vermehren
sich diese Raubkatzen nur sehr selten. Bei den Jungen handelte es
sich um ein Männchen und ein Weibchen mit einem Geburtsgewicht von
jeweils einem Kilo. Die Tiere sollen später in ihrer natürlichen
Umgebung, vermutlich im südamerikanischen Urwald, freigelassen werden.
In dem Tierpark „Arche Noah“ befinden sich rund 200 Tiere auf einer
Fläche von etwa 80.000 Quadratmetern. Fast alle Gehege sind dem
natürlichem Lebensraum der
Tiere angepasst, anstatt Beton finden Sie hier Natur pur. Obgleich
es Absperrungen, Gitter und Zäune gibt, sind sie nur als notwendige
Sicherheit für Tiere und Besucher errichtet. Bei einem Gang durch
den Tierpark werden Sie feststellen, dass hier die Pflege und der
Schutz der Geschöpfe im Mittelpunkt steht. Die meisten Tieren können
überraschend nah betrachtet werden, und das Personal hat sorgfältig
Informationsbretter vorbereitet, welche die Geschichten der einzelnen
Tiere erklären. Die Pflege von kranken, verletzten oder ausgesetzten
Tieren in der „Arche Noah“ hat in der Vergangenheit von vielen Seiten
große Anerkennung bekommen. So erhielt die „Arche Noah“ erst vor
kurzem eine Auszeichnung der Europäischen Union. Selbst die spanische
Königin stattete dem Tierpark im vergangenen Jahr einen Besuch ab,
als sie sich an der Costa Blanca aufhielt. Wenn Sie Arche Noah besuchen
möchten, sind geführte Touren vorhanden, oder Besucher können selbst
durch den Tierpark spazieren und die Ruhe und den Frieden dieses
ganz speziellen Platzes geniesen.
Arche Noah, Valle de Guadalest
- Benimantell.
Tel: 96 597 23 59.
Geöffnet von 10 Uhr - 20 Uhr |